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Bei einer Wettbörse (oder auf englisch: Betting
Exchange) wetten Sportwetter gegeneinander und sind so
auch selber für die Quoten verantwortlich. Eine Person
wettet also
gegen ein Ereignis (Lay), eine andere
Person wettet, wie auch bei herkömmlichen Buchmachern,
für ein bestimmtes Ereignis (Back).
Zur besseren Veranschaulichung stellen Sie sich
folgendes Beispiel vor:
Sie sitzen mit einem Bekannten in einer
Sport-Bar und sehen sich dort gerade ein
Fussballspiel zwischen Bayern München und dem
Hamburger Sv an. Ihr Bekannter sagt jetzt zu
Ihnen: "Bayern wird das Spiel ganz locker
gewinnen. Da wette ich 50 Euro!". Sie antworten
ihm: "Ich gehe die 50-Euro-Wette mit, denn Bayern
wird das Spiel bestimmt nicht gewinnen!" |
Ihr Freund wettet also
auf das Eintreten eines bestimmten Ereignisses (Bayern
Sieg), was bei Wettbörsen gleichbedeutend mit einer
Back-Wette ist. Sie wetten dagegen (Bayern gewinnt
nicht) und setzen somit eine Lay-Wette. Sie gewinnen
die 50 Euro ihres Bekannten, wenn das Spiel
Unentschieden ausgeht, oder der HSV gewinnt.
Genauso wie dieses Beispiel zeigt, sind Wettbörsen
(vereinfacht ausgedrückt) aufgebaut. Eine Person
schlüpft in die Rolle des Buchmachers (LAY) und wettet
gegen einen Spielausgang (zB Roger Federer gewinnt
nicht die Australien Open), ein anderer Sportwetter
ist sich aber sicher, dass Roger Federer die
Australien Open gewinnen wird und wird auf ihre Wette,
sofern ihre angebotene Quote attraktiv ist, eingehen.
Er spielt eine BACK-Wette.
BACK-Wetten sind gleichzusetzen mit herkömmlichen
Wetten, die auch bei all den anderen
Wettbüros/Buchmachern angeboten werden. Sie müssen
sich nicht, wenn ihnen das LAY-System eventuell zu
kompliziert erscheinen mag, mit der Quotenlegung bei
LAY-Wetten beschäftigen und können bei Wettbörsen auch
ganz normal, wie zB bei
Bwin, Wetten abschließen.
Vorteil von Wettbörsen gegenüber herkömmlichen
Wettbüros sind zum einen die besseren Quoten, da die
Quoten eben nicht von professionellen Buchmachern,
sondern von Sportwettern "gelegt" werden und zum
anderen, dass das eigene Wettkonto vom
Wettbörsen-Anbieter auch dann nicht gesperrt wird,
wenn man über einen längeren Zeitraum viel Geld
gewinnt.
Wettbörsen verdienen Geld, indem sie ein paar wenige
Prozent vom jeweiligen Wettgewinn einbehalten. Dieses
System ist vergleichbar mit jenen von
Pokeranbietern, die Pokerspielern die Pokerräume
kostenlos zur Verfügung stellen, aber von jedem
gespielten Pott ein paar Prozent Rake einbehalten.
Die größte und bekannteste Wettbörse ist
Betfair.
Betfair wurde 1999 von Edward Wray und Andrew
Black (dem einen oder anderen vielleicht auch als
bekannter Poker-Profi ein Begriff) gegründet.
Mittlerweile beschäftigt Betfair um die 1200
Mitarbeiter, hat 1 Million registrierte Kunden und
machte 2007 einen Gewinn von über 24 Millionen
Euro.

Bei Betfair kann man sich also, im Vergleich zu
einigen anderen Wettbörsen am Markt, sicher sein,
dass pro Spiel/Ereignis immer genügend Geld im
Umlauf ist und die angebotenen Wetten auch getippt
werden können.
Eine weitere empfehlenswerte Wettbörse ist
Betsson. Die schwedische Firma gibt es
seit 2002 und verfügt über eine halbe Million
registrierter Spieler.

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