Start
der Bundesliga: Meisterschaftskandidaten und
Aufsteiger im Check
Die Fußball Bundesliga geht in
ihre 48. Spielzeit und viele Buchmacher bieten zum
Saisonstart einen
Wettbonus
an. Der will sinnvoll investiert sein. Zum Beispiel in
den Topfavoriten auf den Meistertitel, den FC Bayern
München. Der ohnehin schon starke Kader wurde mit
Rückkehrer und Neu-Nationalspieler Toni Kroos noch
einmal verbessert. Was die Aussichten etwas trübt: Die
Vorbereitung auf die Saison ist gestört, da viele
WM-Teilnehmer erst verspätet eingreifen können. Doch:
Das System von Coach van Gaal wurde inzwischen
verinnerlicht. Dementsprechend bescheiden fallen die
Quoten für Wetten auf die Bayern als Meister aus. Der
amtierende Titelträger ist heißester Anwärter auf die
Meisterschale. Wie lautet ihr Tipp?
Wer wird Meister? Hier eine
Meister-Quoten-Übersicht der 1. Bundesliga:
Bremen, Schalke,
Leverkusen: Wer bietet Bayern Paroli?
Ein Verein,
der in den letzten Jahren stets zu den härtesten
Verfolgern der Bayern gezählt wurde, dürfte auch in
dieser Spielzeit zu den Mitfavoriten auf die Deutsche
Meisterschaft zählen: Werder Bremen. Die Mannschaft
von Trainer Thomas Schaaf ließ zuletzt allerdings
allzu oft die nötige Konstanz vermissen. Dazu kommt
die ungewisse Zukunft von Mesut Özil, der für Werder
kurzfristig nicht gleichwertig zu ersetzen wäre.
Vieles wird auch davon abhängen, ob die Bremer in
Marko Arnautovic endlich einen Stürmer gefunden haben,
der neben Claudio Pizarro regelmäßig trifft. Wenn Özil
bleibt, Arnautovic einschlägt und Werder die Anzahl
der unerklärlichen Aussetzer zumindest minimiert, kann
der Club Meister werden.
Das galt für den FC Schalke
schon im letzten Jahr. Dass es am Ende nicht für den
ganz großen Wurf gereicht hat, war auch der
Unerfahrenheit vieler junger Spieler geschuldet. Mit
der Verpflichtung des erfahrenen und führungsstarken
Christoph Metzelder gewinnt die Mannschaft deshalb
nicht nur an fußballerischer Qualität, sondern auch an
mentaler Stärke. Doch die kommende Saison ist für die
Schalker mit vielen Fragezeichen versehen. Bleibt
Metzelder verletzungsfrei? Wie verkraften gerade die
jungen Spieler die Doppelbelastung von Bundesliga und Champions League? Und gelingt es
Felix Magath, die Neuzugänge zu integrieren? In
Wolfsburg hat er eine Mannschaft nahezu komplett neu
zusammengestellt und Erfolg damit gehabt. Der
Unterschied zu damals: Es fehlt an Geld. Deshalb
mussten mit Kevin Kuranyi und Heiko Westermann zwei
wichtige Leistungsträger gehen. Es wird schwer für die
Königsblauen. Einen Bundesliga Bonus also lieber in
ein anderes Team investieren.
Zum Beispiel
in das personell beständigere Leverkusen. Abgesehen
von Toni Kroos muss der Club keine nennenswerten
Abgänge verkraften. Dafür wurde mit der Rückholaktion
von Michael Ballack jemand verpflichtet, der die
Mannschaft womöglich den entscheidenden Schritt nach
vorne bringen kann. Zudem wirkt der Kader
ausgeglichener als im letzten Jahr. Mit Hanno Balitsch
und Sidney Sam stehen nun Spieler zur Verfügung, mit
denen Bayer Ausfälle wichtiger Spieler kompensieren
kann. Die Leverkusener verfügen zweifelsfrei über das
Potenzial, in den Kampf um die Meisterschaft
einzugreifen, dazu muss die Mannschaft allerdings
konstanter spielen als im letzten Jahr. Wer seinen
Wettbonus auf die
Werkself setzt, kann mit guten Quoten rechnen.
Außenseiter: Wer kann die Liga überraschen?
Zur
Überraschungsmannschaft der kommenden Spielzeit könnte
Borussia Dortmund werden. Der Kader verfügt über viel
Talent, Neuzugang Robert Lewandowski verspricht zudem
noch mehr Qualität in der Offensive. Viele junge
Spieler, die Jürgen Klopp in die Mannschaft integriert
hat, gehen außerdem routinierter in die nächste
Saison. Wer einen
Bundesliga Bonus
abstauben kann, sollte deshalb über Wetten auf die
Borussia nachdenken. Die Unbekannte: Der BVB ist in
der Ära Klopp zum ersten Mal Teil der Europa League.
Die Doppelbelastung könnte dem Erfolg am Ende im Wege
stehen.
Außenseiterchancen kann sich
auch die beste Rückrundenmannschaft der abgelaufenen
Spielzeit ausrechnen – dank ihres Trainers. Denn unter
Christian Gross hat sich der VfB Stuttgart binnen
kürzester Zeit von einem Abstiegskandidaten zu einem
gefürchteten Gegner gemausert. Allerdings verliert der
Verein mit Jens Lehmann mindestens einen wichtigen
Spieler. Der Torhüter war zwar auf und neben dem Platz
unberechenbar, mit seinen Leistungen aber dennoch ein
wichtiger Rückhalt. Die Fußstapfen, in die sein
Nachfolger Sven Ulreich tritt, sind womöglich eine
Nummer zu groß. Sollte zudem Sami Khedira den Verein
in Richtung Madrid verlassen, ist der ohnehin schon
vage Traum vom Titel ausgeträumt. Der Nationalspieler
ist die zentrale Figur im Spiel der Schwaben und
schlichtweg nicht zu ersetzen.
Weiter
nördlich sieht es noch schlechter aus. Beim Hamburger
SV nehmen die vereinsinternen Querelen kein Ende, eine
klare Personalpolitik ist kaum zu erkennen. Mit Armin
Veh wurde ein Trainer verpflichtet, der schon den
Ansprüchen im vergleichsweise ruhigen Wolfsburg nicht
gerecht werden konnte. Für jenes Wolfsburg gilt
ähnliches: Der Trainer ist neu, die Erwartungen sind
(zu) hoch, der halbe Kader wurde ausgetauscht. Dazu
drängen die in der Meistersaison so genialen Zvjezdan
Misimovic und Edin Dzeko auf einen Wechsel. Wetten auf
eine der beiden Mannschaften bringen gute Quoten, aber
wohl auch keinen Erfolg.
Aufsteiger vor schwieriger Saison
Was ist den
Aufsteigern zuzutrauen? Trotz einer souveränen
Aufstiegssaison wird es der 1. FC Kaiserslautern
schwer haben. Der Vorteil der Pfälzer: Die
Viererkette, die in der vergangenen Saison fast alle
Spiele zusammen absolviert hat, ist zusammengeblieben.
Mit Jan Simunek ist sogar noch ein
bundesligaerfahrener Innenverteidiger dazugestoßen.
Aber: Eine Vielzahl an Leistungsträgern hat den Club
verlassen. Toptorjäger Erik Jendrisek ist weg, ebenso
die Mittelfeldspieler Sidney Sam und Georges Mandjeck.
Defensiv ist der FCK gut aufgestellt, offensiv muss er
sich erst finden. Schafft er das nicht oder nicht
schnell genug, geht es zurück in die zweite Liga.
Umgekehrt
verhält es sich beim zweiten Aufsteiger, dem FC St.
Pauli. Offensiv hat der Kultclub die zweite Liga
dominiert, defensiv dagegen nicht immer überzeugt.
Gegen stärkere Gegner in der Bundesliga wird die
Mannschaft ihr Spiel umstellen müssen. Vom
ausgeliehenen Schalker Talent Carlos Zambrano können
aber noch keine Wunderdinge erwartet werden, der neu
verpflichtete Rechtsverteidiger Moritz Volz war lange
vereinslos und muss erst einmal Fuß fassen. Für die
Offensive bringt Gerald Asamoah
immerhin Erfahrung. Dem Club kommt zwar die
einzigartige Stimmung bei Heimspielen am Millerntor
zugute, trotzdem wird es für den Kiezclub ein schwerer
Kampf gegen den Abstieg.
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